Die Clean Clothes Campaign (CCC) hat die Aufforderung der Europäischen Kommission, sich an der sog. “EU Flagship initiative on garment” zu beteiligen, angenommen und nach einem ersten Treffen im Januar 2015 Forderungen formuliert.

Damit diese Initiative wirklich einen bedeutenden Schritt in Richtung besserer Arbeitsbedingungen darstellen kann, müssen nach Auffassung der CCC folgende Prioritäten und Arbeitsfelder berücksichtigt werden:

1. Eine neue Gesetzgebung, die die Sorgfaltspflicht europäischer Unternehmen auch für ihre Geschäfte außerhalb Europas und eine verbindliche Nachverfolgbarkeit und Transparenz beinhaltet.

2. Ausreichende personelle und finanzielle Mittel, damit europäische Institutionen in dieser Initiative eine starke Position einnehmen können

3. Konkrete Antworten auf konkrete Fragen, wie die Entschädigung der ArbeiterInnen von Rana Plaza oder Grundrechte von ArbeiterInnen in Georgien …

 4. Ein wirksamer Zugang von Opfern von Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen im Bekleidungssektor zu rechtlichen Mitteln

5. Koordination mit anderen EU-Politik-Bereichen:

a) bezüglich der Bekleidungsindustrie innerhalb der EU

b) im Handelssektor (sowohl was die Vorzugsbehandlung als auch die Überprüfung von Assoziierungsabkommen mit Partnerländern betrifft)

c) die Aufnahme einer übergreifenden Initiative (vergleichbar mit dem EU Programm gegen illegalen Holzeinschlag und Handel FLEGT) im Textil- und Bekleidungsbereich, das eine verbindliche Nachweisbarkeit und Sorgfaltspflicht beinhaltet.

Hier der Text in der englischen Originalfassung