Mit Straßenaktionen und Online-Protesten fordert das internationale Netzwerk der Clean Clothes Campaign Hugo Boss auf, nicht länger gegen Arbeitsrechte zu verstoßen – aktuell im Falle der Türkei und Kroatiens. Die Protestaktionen finden im Vorfeld der Bilanzpresse- und Analystenkonferenz in Metzingen/ Deutschland am Hauptsitz der Markenfirma statt. Morgen präsentiert Hugo Boss die finanziellen Ergebnisse des „Erfolgskurses“ den Anlegern.

Erfolgskurs auch für Arbeiterinnen und Arbeiter?

2013 wurden Interviews mit ArbeiterInnen geführt, die für einen türkischen Zulieferbetrieb von Hugo Boss arbeiteten. Diese gaben an durchschnittlich € 326/Monat inklusive Überstunden und Zuschläge zu verdienen. Bei €401/Monat liegt jedoch die Armutsschwelle, ein Basis-Existenzlohn wäre €890/Monat. ArbeiterInnen erhalten Armutslöhne. In scharfem Kontrast dazu steht das Einkommen der Marke: „In nur fünf Jahren [haben wir] den Gewinn verdreifacht“, verkündete CEO Claus-Dietrich Lahrs zum 4. Februar des Jahres. „Das Ergebnis vor Steuern stieg auf vorläufiger Basis um 1% auf 437 Mio. EUR (2013: 433 Mio. EUR).“ (group.hugoboss.com/presse)

Was kannst du tun?

Hört die Stimmen der ArbeiterInnen!

http://lohnzumleben.de/das-reine-elend/

http://lohnzumleben.de/Izmir

Hintergrundinformationen:

Studie „Im Stich gelassen. Armutslöhne für Textilarbeiterinnen in Osteuropa und der Türkei“

Länderprofile Türkei und Kroatien