„Marken und Händler in der internationalen Bekleidungsindustrie haben enorm davon profitiert, die Produktion in Billiglohnländer auszulagern. Sie haben Armutslöhne und schwache Arbeitsrechtssysteme genutzt. Sie haben die Verantwortung, sicherzustellen, dass die ArbeiterInnen, die ihre Produkte herstellen, existenzsichernde Löhne erhalten.”

Anannya Bhattacharjee, Internationale Koordinatorin,  Asia Floor Wage Alliance.

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Internationale Marken und Modehändler können und müssen sicherstellen, dass die ArbeiterInnen, die für sie Kleidung produzieren, einen Lohn zum Leben erhalten. Sie nehmen eine wichtige Position in der globalen Lieferkette der Bekleidungsindustrie ein und haben als große Auftraggeber in Schlüsselregionen wie Asien Einfluss darauf, ob die Forderungen nach Existenzlöhnen eingelöst werden.

Sie können durch ihre Einkaufspraktiken bewirken, dass in ihren Zulieferbetrieben Löhne zum Leben bezahlt werden und Gewerkschaften für ArbeiterInnen Kollektivverhandlungen führen können. Sie können Bedingungen schaffen, die es Arbeitgebern zumindest ermöglichen, Gesetze einzuhalten, anstatt Zulieferern ein korrektes Verhalten zu verunmöglichen.

Welche Bestandteile verbergen sich hinter dem Ladenpreis eines T-Shirts? Was bekommt davon die NäherIn?

Die Clean Clothes Camapaign empfiehlt den Marken zehn Schritte, um langfristig und nachhaltig Löhne zum Leben zu sichern.

10 SCHRITTE ZUM EXISTENZLOHN – WAS MARKEN TUN KÖNNEN

  • Zustimmung zu einem Existenzlohn
  • Das Recht auf Vereinigungsfreiheit unterstützen
  • Dialog oder Verhandlungen mit ArbeitnehmerInnenvertreterInnen aufnehmen, um Armutslöhne zu bekämpfen
  • Öffentliche Anerkennung einer Vorgabe für existenzsichernde Löhne ( z.B.  Asia Floor Wage)
  • Einkaufspraktiken verbessern, damit Löhne zum Leben Wirklichkeit werden
  • Konkrete Schritte unternehmen unter Einbeziehung von Zulieferern und Gewerkschaften, um existenzsichernde Löhne in den Fabriken einzuführen
  • An die Regierungen der Bezugsländer schreiben, existenzsichernde Löhne befürworten
  • Transparent handeln. Die Auszahlung von Existenzlöhnen beweisen.
  • Nicht isoliert arbeiten, sondern mit anderen Unternehmen kooperieren.
  • Präsentation einer „Road Map“ mit einem konkreten Zeitplan zur Erreichung existenzsichernder Löhne

 

 

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