“Jede arbeitende Person hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm (sic!) und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.”

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 23/3

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Nur existenzsichernde Löhne können den Grundsatz Wirklichkeit werden lassen, dass Arbeit einen Lebensunterhalt bedeutet – dass eine arbeitende Person immer sich selbst und ihre Familie erhalten können sollte.

Trotzdem beruht die Bekleidungsindustrie auf der Ausbeutung der billigen Arbeitskraft von Millionen von NäherInnen, deren Löhne bei weitem nicht existenzsichernd sind.
Weil ihre Löhne nicht zum Leben reichen, müssen viele NäherInnen lange Arbeitszeiten auf sich nehmen, um Überstundengeld oder Boni zu verdienen. Sie können sich nicht freinehmen, wenn sie krank sind oder um gefährlichen Arbeitsbedingungen zu entgehen. Oft sehen sie sich gezwungen, Kredite aufzunehmen, nur um über die Runden zu kommen. Verlieren sie ihre Arbeit, haben sie keine Ersparnisse, auf die sie zurückgreifen können.

Die ganze Branche nutzt die niedrigen Lohnkosten und es scheint unmöglich, von der Bekleidungsindustrie zu verlangen, dass sie sich um diejenigen kümmert, die für sie arbeiten.

Die Clean Clothes Kampagne glaubt daran, dass Löhne zum Leben Wirklichkeit werden können, wenn Marken und Modehändler konkrete Schritte setzen, um sicherzustellen, dass in ihren Bezugsländern Existenzlöhne bezahlt werden. Nationale Regierungen müssen Mindestlöhne garantieren, die ein menschenwürdiges Leben ermöglichen.

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